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Anwendungspotenzial für naturfaserverstärkte Polymere aus Sicht des AVK-TV
Angesichts immer knapper werdender Ressourcen und zunehmender Umweltbelastungen müssen über Energieeinspareffekte durch Leichtbauweisen hinaus zunehmend auch Aspekte der Rohstoffgewinnung und stofflichen Verwertung nach dem Ende von Produktlebenszeiten betrachtet werden. Bei der Verwendung konventioneller Kunststoffe und Faserverbunde auf petrochemischer Basis sind Produktion, Nutzung und Entsorgung unter dem Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit oftmals sehr problematisch und mit erheblichem technischen Aufwand verbunden. Einen Lösungsansatz bietet hier die Entwicklung von Konstruktionswerkstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, sowie die Bereitstellung ökonomisch und ökologisch vertretbarer Bauteilfertigungsverfahren. An diesen beiden zukunftsorientierten Themen wird intensiv am Institut für Strukturmechanik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig geforscht. Das Werkstoffkonzept "Naturfaserverstärkte Polymere" zeigt, dass Polymere, unabhängig von ihrer Rohstoffbasis, die beanspruchungsgerecht mit gerichteten oder ungerichteten Naturfasern verstärkt werden, im Vergleich mit den bewährten glasfaserverstärkten Kunststoffen ähnliche mechanische Eigenschaften erreichen können. Bezüglich ihrer Entsorgung weisen sie aber deutliche Vorteile auf. So können diese Verbundwerkstoffe nach dem Ende ihres Lebenszyklusses durch thermische Verwertung, durch Recycling oder u. U. durch Kompostierung umweltverträglich verwertet werden. Im Vortrag wird auch ein Überblick über die seit 1989 begonnenen Entwicklungsarbeiten des DLR gegeben, wobei der Schwerpunkt auf ausgewählten Industriekooperationen liegt, aus denen erste marktreife Produkte hervorgegangen sind bzw. neue entstehen. Einige dieser Meilensteine auf dem Weg zum Erfolg sollen hier kurz beschrieben werden, genauso wie auch auf einzelne Detailprobleme eingegangen wird. Dr.-Ing. Ulrich Riedel Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) e. V. Lilienthalplatz 7 38108 Braunschweig phone: +49-531-295-2865 fax: +49-531-295-2838 e-mail: ulrich.riedel@dlr.de |
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