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Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen für Karosserieanwendungen
Hans-Bernhard von Buttlar, IGLU GmbH, Göttingen Jörg Müssig, Faserinstitut Bremen e.V. - FIBRE -, Bremen Meike Schmehl, Institut für Geoökologie / TU Braunschweig, Braunschweig Uwe Schönfeld, Bio-Composites And More GmbH, Ipsheim Der Einsatz Nachwachsender Rohstoffe gewinnt in technischen Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen der genannten Arbeiten soll ein Bauelement einer Omnibuskarosserie aus einem Werkstoffsystem aus Naturfasern und dem auf pflanzlicher Basis produzierbaren Reaktionsharz PTP® hergestellt und im Praxistest auf seine Alltagstauglichkeit untersucht werden. Das gewählte Bauteil wird bisher aus glasfaserverstärktem Polyesterharz gefertigt. Dabei kommt das Sheet-Moulding-Compound-Verfahren (SMC) zum Einsatz. Es konnte gezeigt werden, dass durch die Auswahl geeigneter Hanffasern die optimierte Herstellung von textilen Halbzeugen und die Entwicklung einer "reifefähigen" PTP®-SMC-Variante die Vorprodukte soweit optimiert werden konnten, dass keine verfahrenstechnischen Änderungen bei der Bauteilfertigung aus dem Halbzeug notwendig sind. Insgesamt konnte mit Hanf/PTP®-Prepregs durch die erreichte Fließfähigkeit der Naturfasern ein homogenes Bauteil hergestellt werden. Dass Bauteile aus Nachwachsenden Rohstoffen Vorteile gegenüber Bauteilen aus petrochemischen Rohstoffen genießen, besteht im Sinne der Altfahrzeugverordnung nicht. Allerdings ergeben sich beim Einsatz von Nachwachsenden Rohstoffen Vorteile bei den für SMC anerkannten Rezyklierungsverfahren, die zukünftig auch ökonomisch wichtiger werden. Im Vergleich zu dem Referenzsystem weist der Polymerwerkstoff PTP® nach ersten Ergebnissen aus der Ökobilanzierung in sämtlichen Wirkungskategorien geringere Werte auf. Die technische Machbarkeit zur Herstellung eines SMC-Bauteils auf der Basis Nachwachsender Rohstoffe konnte gezeigt werden. Die weitere Optimierung der Prozesse und einzelner Werkstoffeigenschaften wie z.B. der Schlagzähigkeit ist Gegenstand der weiteren Arbeiten. Dr. Hans-Bernhard von Buttlar IGLU, Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt Bühlstraße 10 37073 Göttingen phone: +49-551-54885-22 fax: +49-551-54885-11 hb.vonbuttlar@iglu-goettingen.de www.iglu-goettingen.de |
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