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Pressenotizen - Landwirtschaftsministerium fördert innovatives Rotorblatt für Windkraftanlagen auf Basis nachwachsender Rohstoffe Wir wollen die Entwicklung und Fertigung eines repräsentativen Demonstrationsobjektes mit 2 Meter langen naturfaserverstärkten Rotorblättern fördern. Dies erklärte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels. Deshalb erhalte die INVENT GmbH in Braunschweig 230.000 DM, um nachwachsende Rohstoffe im Interesse der Landwirtschaft als hochwertige Industrierohstoffe am Markt zu etablieren. Das Unternehmen entwickele Rotorblätter aus naturfaserverstärkten Konstruktionswerkstoffen für Windkraftanlagen. Werkstoffe dieser Art werden derzeit bereits in Autos und in Schienenfahrzeugen zur Innenverkleidung eingesetzt. Die Naturfasern wie Hanf, Flachs oder Sisal ersetzen in diesen Konstruktionswerkstoffen die viel schwereren Glasfasern. Diese Demonstrationsanlage soll unter normalen Witterungsbedingungen für eine Windkraftanlage getestet werden, um eine Aussage über die Lebensdauer derartiger Werkstoffe zu machen. Die Prüfung und Auswertung der unter definierten Klimabedingungen getesteten Proben erfolgt durch das Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit in Darmstadt. Dieses Institut bringt hier seine weltweit anerkannte Kompetenz zur experimentellen Bewertung der Material-Lebensdauer unter realen Einsatzbedingungen ein. Der Wert des Entwicklungsprojektes von INVENT liegt somit unmittelbar in dem nachhaltigen Aufbau eines weiteren Technologievorsprunges durch innovative naturfaserverstärkte Verbundwerkstoffe in hochtechnischer Anwendung. Was für neue Absatzmärkte und Arbeitsplätze sorgen dürfte, außerdem für zusätzliche Nachfrage der Industrie nach hochwertigen Hanffasern aus niedersächsischer Landwirtschaft, so Bartels. Die deutliche Gewichtsreduzierung durch den Einsatz von Naturfasern hat z. B. im Automobilbau erhebliche Vorteile im Hinblick auf den Energieverbrauch. Der Einsatz der Naturfasern in Rotorblättern von Windkraftanlagen hat ebenfalls Gewichtsgründe. Dieser Gewichtsvorteil bietet ein erhebliches Potential zur Reduktion der unmittelbar auf die Nabe der Windkraftanlage einwirkenden Fliehkräfte. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Gesamtkonstruktion einer Windkraftanlage aus. |
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