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Pressenotizen - 234.000 Euro bereitgestellt: Bartels fördert Naturfaser-Projekt Der Bereich der thermoplastischen Kunststoffe sei ein hochinteressanter Markt, sagte heute Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels. Zum Beispiel liege der Verbrauch von Polypropylencompounds in Westeuropa jährlich bei ca. 1 Mio. Tonnen, von Polyamidcompounds bei ca. 600.000 Tonnen. Könnten nur 1 % des Anwendungspotentials an PP- und PA-Formmassen durch Naturfasercompounds substituiert werden, entspräche das einem Marktvolumen von ca. 16.000 t Compound bzw. ca. 6.000 bis 8.000 t Naturfasern. Hierzu müssten Naturfasern in reproduzierbarer Qualität und Rezeptur zur Verfügung gestellt werden. Deshalb erhalte die HERA-PLAST in Lüneburg 234.000 Euro für ein zweijähriges Projekt, um nachwachsende Rohstoffe im Interesse der Landwirtschaft als hochwertige Industrierohstoffe am Markt zu etablieren. Die HERA-PLAST GmbH & Co. KG ist 100%ige Tochter der italienischen RADICI Gruppe, weltweit Nr. 3 in den Sektoren Polyamide und Polyester. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, müsse gehäckseltes Hanfstroh durch Refiner (eine in der Holzzerfaserung etablierte Technologie) thermomechanisch aufgeschlossen werden. Der so gewonnene Faserstoff soll durch die Entwicklung eines industriellen Prozesses zur Herstellung von Formteilen als Verstärkungswerkstoff in einer Polymermatrix Verwendung finden. Die geringere Dichte der Naturfasern gegenüber mineralischen Füllstoffen führe zu leichteren Bauteilen bei gleicher Stabilität. Um die Gebrauchstauglichkeit für eine Produktlinie zu untersuchen, werde in diesem Projekt eine Kleinserie aus den hergestellten Granulaten gefertigt. Diese Kleinserie müsse sich danach im Praxistest bewähren. Das Vorhaben enthalte sowohl stoffliche wie auch verfahrenstechnische Fragestellungen, bei denen die HERA-PLAST durch die Projektpartner Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU), durch das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel und das Wilhelm Klauditz Institut der Fraunhofer Gesellschaft in Braunschweig unterstützt werde. |
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