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Rohr aus Bio-VerbundwerkstoffEinsatzbereiche für faserverstärkte Konstruktionswerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen finden sich überall dort, wo sich die Vorteile von Naturwerkstoffen wie z. B. Holz mit den Vorteilen von Kunststoffprodukten kombinieren lassen.

Dieses gilt im besonderen für Produktfelder, in denen eine freie Formgebung und gezielt steuerbare Eigenschaften auf der Basis natürlicher Rohstoffe vorteilhaft eingesetzt werden können.

Dazu zählen u. a. Bereiche wie die Möbel-, Sport- und Freizeitindustrie oder z. B. der Automobil- und Waggonbau. Darüber hinaus sind die Zielfelder besonders interessant, in denen die ökologisch verträgliche Entsorgung einen hohen Stellenwert besitzt.

Naturfasern weisen aufgrund ihrer niedrigen Dichte von ca. 1,5 g/cm3 ein hohes Leichtbaupotential auf, so daß ihre spezifischen mechanischen Kennwerte mit denen klassischer Glasfasern durchaus vergleichbar sind. Gleichzeitig besitzen Naturfasern eine deutlich geringere Splitterneigung, ein erheblich höheres Energieabsorptionsvermögen und damit maßgebliche Vorteile beim Einsatz in Prallschutzprodukten wie z.B. Schutzhelmen oder Verkleidungen im Deformationsbereich von Automobilen.

Pflanzenfasern haben naturbedingt eine endliche Länge und müssen deshalb vor der technischen Verwendung zu Halbzeugen wie z.B. Vliesen oder Garnen aufbereitetet werden.

Durch die Auswahl von Faserart und Aufbereitungsprozeß lassen sich für verschiedene Anwendungszwecke gezielt Faserhalbzeuge herstellen.



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